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Schleifmittel - eine kleine Materialkunde

Bei Qualitätsbeschreibungen gibt es vier wichtige Themen: Das Trägermaterial, das Schleifkorn, der Kleber sowie Streuverfahren und Streuart.

Das Trägermaterial:

Meistens ist es spezielles, besonders reißfestes Papier, das in fünf Stärken A bis E verwendet wird, und in Gramm je Quadratmeter beschrieben wird: A=70 g , B=100 g, C=120 g, D=150 g, E=220 g. Kurz gesagt: A ist dünn, E ist dick.

Das Korn:

Aluminiumoxid (= Korund) wird hauptsächlich beim Trockenschliff im Bereich von sehr grob bis mittel eingesetzt. Siliziumcarbid dagegen wird von mittel bis sehr fein verwendet. Daher sind auch die meisten Nassschleifpapiere aus Siliciumcarbid. Übrigens ist Siliciumcarbid deutlich teurer als Aluminiumoxid.

Egal ob Aluminiumoxid oder Siliciumcarbid – gutes Schleifkorn unterscheidet sich von schlechtem durch die Schärfe der Kante und der Spitze der Körner. Davon hängt die Schnittleistung und der Effekt beim Schleifen ab. Diese Unterschiede kann man als Anwender nicht sehen sondern nur erleben.

Die Korngröße wird nach DIN- und FEPA-Standard mit der sog. P-Zahl beschrieben. Diese Zahl besagt, wie viele Löcher das Gitter beim Sieben des Schleifkorns je Quadratzoll hatte (2,5x2,5 cm). P40 hatte also 40 Löcher je Zoll und P240 – wenn Sie die richtige Antwort wissen, schreiben Sie uns bitte. Wir werden Ihnen ein kleines Überraschungsgeschenk machen. Im Malerbereich gilt P40 als grob und P240 als fein. Der Autolackierer jedoch würde P240 als grob empfinden und erst ab Korn P600 von fein sprechen.

Der Kleber:

Es wird Hautleim und Kunstharz verwendet. Kunstharz ist besser als Hautleim. Der Kleber muss das Korn gut mit dem Untergrund verbinden und gleichzeitig die scharfen Kanten und Spitzen zur Geltung kommen lassen. Die Bestreuung darf also nicht zu-gekleistert sein. Der eine Hersteller macht das sehr gut – und der andere nicht so gut. Auch diesen Unterschied kann man mit dem bloßen Auge kaum erkennen.

Streuverfahren und Streuart:

Damit das Schleifkorn möglichst gleichmäßig verteilt ist und möglichst bei allen Körnern das spitzeste Ende nach oben steht, wendet man raffinierte elektrostatische Verfahren an. Bei diesem Vorgang kann der Hersteller außerdem kontrollieren, wie dicht das Material gestreut wird. Man unterscheidet zwischen „offen“ und „dicht“. Bei groben Schleifarbeiten fällt viel Abtrag an, der sich nicht zwischen den Schleifkörnern festsetzen soll. Dafür ist die offene Streuung gut – also die mit größeren Abständen zwischen den Körnern.

Wer nur gelegentlich kleinere Schleifarbeiten macht, wird die oben beschriebenen Unterschiede kaum wahrnehmen. Wer dagegen stundenlang mit einem Schleifgerät arbeitet, merkt schnell, wie gut man mit der Arbeit vorankommt und wie schnell ein Schleifmittel verschleißt und ausgetauscht werden muss.